barrerougelongue

logo la Vulg

… Ein Team im Dien­ste
Ihrer Pro­jekte
barrerouge

  • DSC_0306.jpg
  • IMG_5567.jpg
  • EXPO_Bulle.jpg
  • CIMG0047.jpg
  • ensilage_de_maïs.jpg
  • 20160310_112152.jpg
  • IMG_5396_k.jpg
  • IMG_6186.jpg
  • _MOS8355.jpg
  • _MOS8502.jpg
  • marche_concours_C4_MCB_0833.jpg
  • DSC_2814.jpg
  • IMG_6684.jpg
  • IMG_6194.jpg
  • FB_Höhi_Ueberstorf__02_05_2011_-_7_-__BH.jpg
  • 2015_05_18_Rechthalten_Hubert_Jenny_03.jpg

Land­wirtschaftliche Verord­nun­gen 2017

Der Bun­desrat hat am 16. Sep­tem­ber 2016 einige Agrar-​Verordnungen geän­dert. Die Änderun­gen traten auf Anfang 2017 in Kraft. Für Land­wirte und Land­wirtin­nen ist es wichtig, sie von A – Z zu kennen.

  • Ack­er­schon­streifen: Auf Flächen, auf denen ein Ack­er­schon­streifen angelegt ist, wer­den keine Extenso– und Einzelkul­turbeiträge mehr bezahlt. Alle weit­eren Beiträge für den Ack­er­schon­streifen bleiben unverändert.
  • Ansaat­ter­mine: Die fixen Fris­ten für die Ansaat sowie die min­i­male Dauer einer Gründün­gung oder einer Zwis­chenkul­tur im ÖLN sind aufge­hoben. Es verbleibt die Pflicht, auf jeder Parzelle mit Kul­turen, die vor dem 31. August geern­tet wer­den, im laufenden Jahr eine Win­terkul­tur, Zwis­chen­fut­ter oder Gründün­gung anzusäen.
  • Aufze­ich­nun­gen:
    • Für „emis­sion­s­min­dernde Aus­bringver­fahren“ und „scho­nende Boden­bear­beitung“ im Rah­men der Ressourcenef­fizienzbeiträge ent­fällt die Aufze­ich­nung des Geräte– oder Maschi­nen­typs und des Besitzers oder der Besitzerin. Auch der Saat– und Ern­teter­min der Haup­tkul­tur muss nicht mehr aufgeze­ich­net werden.
    • Zeitspan­nen mit täglichem Zugang der Tiere zum Laufhof oder zur Weide müssen im Aus­laufjour­nal nur mit dem ersten und dem let­zten Tag ver­merkt wer­den. Ein­tra­gun­gen dazwis­chen sind nicht nötig.
  • Bestandes­daten Tiere der Pfer­de­gat­tung: Die Pfer­debestände eines Betriebs wer­den für die Berech­nung der Direk­tzahlun­gen ab 2018 von der Tierverkehrs­daten­bank (TVD) automa­tisiert bezo­gen (ana­log Tiere der Rinder­gat­tung). Für die Gesuche um Direk­tzahlun­gen ent­fällt ab dann die Selb­st­dekla­ra­tion. Bewirtschafter und Bewirtschaf­terin­nen, die auf ihrem Betrieb Tiere der Pfer­de­gat­tung hal­ten, soll­ten ab sofort die Qual­ität, Voll­ständigkeit und Kor­rek­theit der Daten auf der TVD sich­er­stellen und die Infor­ma­tio­nen der iden­ti­tas AG beachten. Für die Berech­nung der Direk­tzahlun­gen 2018 wer­den die Tierbestände vom 1.1. – 31.12.2017 herange­zo­gen. Gle­ichzeitig ändern auf 2018 auch die Tierkat­e­gorien und GVE-​Faktoren der Tiere der Pferdegattung.
  • Betrieb­s­ge­mein­schaften und Betrieb­szweigge­mein­schaften: Die Anforderun­gen für die Bil­dung solcher Betrieb­s­for­men wur­den reduziert. Beispiel­sweise ist die Pflicht zur Führung einer Buch­hal­tung oder die min­destens drei­jährige Führung als selb­ständige Betriebe vor der Bil­dung einer Betrieb­s­ge­mein­schaft aufgehoben.
  • Bio­di­ver­sitäts­beiträge im Söm­merungs­ge­biet: Der Bio­di­ver­sitäts­beitrag beträgt wie bis­lang 150 Fr./ha. Die Beitragssumme auf einem Söm­merungs­be­trieb ist aber neu auf 300 Fr./Normalstoss (effek­tive Bestossung) begrenzt.
  • Ero­sion: Die Ero­sions­bes­tim­mungen im ÖLN sind voll­ständig über­ar­beitet. Nach einem bewirtschaf­tungs­be­d­ingten erst­ma­li­gen Ero­sions­fall muss der Bewirtschafter oder die Bewirtschaf­terin zwis­chen zwei Vorge­hen wählen: Entweder er oder sie trifft selb­ständig Mass­nah­men zur Ver­mei­dung eines neuen Ero­sions­falls oder er bzw. sie legt dem Kan­ton einen Mass­nah­men­plan zur Genehmi­gung vor. Für erst­ma­lige Ero­sions­fälle gibt es keine Sank­tion. Die Ein­hal­tung der Ero­sionsvorschriften prüft der Kan­ton zudem ver­stärkt risikobasiert.
  • Grasland­basierte Milch– und Fleis­ch­pro­duk­tion: Betriebe, die auss­chliesslich betrieb­seigenes Wiesen– und Wei­de­fut­ter ein­set­zen, müssen keine Fut­ter­bilanz rechnen.
  • Hang­beiträge: Die Hang– und Steil­la­gen­beiträge wer­den auch in der Tal­zone aus­gerichtet. Die bish­erige Kat­e­gorie der Hanglagen von mehr als 35 % wurde in zwei Kat­e­gorien aufgeteilt: a) mehr als 35 % bis 50 % Nei­gung und b) mehr als 50 % Nei­gung. Der Beitrag für a) beträgt wie bisher 700 Fr./ha, der Beitrag für b) ist auf 1000 Fr./ha fest­gelegt. Für beide Kat­e­gorien gel­ten neue SAK-​Werte.
  • Hochstamm-​Feldobstbäume: Bäume mit einem Abstand von weniger als 10 m vom Stamm zum Wal­drand, zu Hecken, Feld– und Ufer­ge­hölzen sowie Gewässern dür­fen nicht mit Pflanzen­schutzmit­teln behan­delt wer­den. Sie sind aber beitragsberechtigt.
  • Land­schaft­squal­ität: Der kan­tonale Pla­fond von 120 Fr./ha LN und 80 Fr./Normalstoss wird unbe­fris­tet weit­erge­führt. Die Kan­tone erhal­ten vom Bund gemäss ihrer Anzahl ha LN und Nor­mal­stösse einen max­i­malen Betrag für die Land­schaft­squal­ität, den sie auf die ver­schiede­nen Mass­nah­men aufteilen können.
  • Pflanzen­schutzmit­tel: Der Ein­satz von Kaolin für die exten­sive Pro­duk­tion von Raps ist zuge­lassen. Spirote­tra­mat gegen Blat­tläuse im Kartof­fe­lan­bau ist ohne Son­der­be­wil­li­gung zugelassen.
  • Ressourcenef­fizienzbeiträge: Für die Aufrüs­tung von Spritzen mit einem Spül­sys­tem zur Spritzen­reini­gung wird bis 2022 ein ein­ma­liger Beitrag (50 % der Anschaf­fungskosten, max­i­mal 2000 Fr.) aus­gerichtet. Ab 2023 wird diese Anforderung an Spritzen in den ÖLN aufgenommen.
  • Verpflich­tungs­dauer Bio­di­ver­sität: Bewirtschafter und Bewirtschaf­terin­nen kön­nen aus beste­hen­den Verpflich­tungs­dauern bei der Bio­di­ver­sität (Qual­ität und Ver­net­zung) sank­tion­s­los aussteigen, wenn die Beiträge gesenkt wer­den. Diese Regelung gilt jew­eils für den betrof­fe­nen Bio­di­ver­sität­styp bzw. die betrof­fene Fläche und für das Jahr, in dem die Beiträge gesenkt werden.
  • Ver­sorgungssicher­heits­beiträge: Der Basis­beitrag zur Ver­sorgungssicher­heit wurde um 40 Fr./ha reduziert; für Bio­di­ver­sitäts­flächen auf Dauer­grün­land um 20 Fr./ha. Weil das Par­la­ment den Kredit Direk­tzahlun­gen erhöht hat, wer­den diese Reduk­tio­nen vom Bun­desrat voraus­sichtlich wieder rück­gängig gemacht (=gle­icher Beitrag 2017 wie 2016). Ein Entscheid dazu wird in der ersten Hälfte 2017 erwartet.
  • Zuck­er­rüben: Die Min­destliefer­menge von Zuck­er­rüben zur Zuck­er­pro­duk­tion ist aufge­hoben. Der Einzelkul­turbeitrag pro ha beträgt 2017 über­all 1800 Fr./ha. Die Ver­tragspflicht mit den Zuck­er­fab­riken bleibt unverändert.


Simon Hasler, Bun­de­samt für Land­wirtschaft BLW, Fach­bere­ich Direktzahlungsgrundlagen

Tags: Agrar­poli­tik

Drucken E-​Mail