Umstel­lung auf Bio früh vor­bere­iten und gut abwägen

Ver­fasst am . Veröf­fentlicht in Pro­duc­tion végé­tale /​Pflanzen­bau

Die Meth­o­den des Bioland­baus sind im Trend und wer­den wohl poli­tisch weit­er­hin Aufwind haben. Wer jedoch kon­se­quent auf Bio umstellen möchte, muss sich dies bei der aktuellen Mark­t­si­t­u­a­tion beson­ders gut über­legen. In den Jahren 2016 bis 2019 sind beson­ders in der Westschweiz viele Betriebe auf Bio umgestiegen, weshalb neue Pro­duzen­ten am Markt nicht mehr mit offe­nen Armen emp­fan­gen werden.

Während der Bio-​Milchmarkt bere­its seit rund 15 Jahren aus­ge­lastet ist, bestand bei den Ack­erkul­turen noch viel Aufholbe­darf, damit die inländis­che Nach­frage gedeckt wer­den kann. Dies hat sich dank der bewussten Förderung des Bio-​Ackerbaus deut­lich geän­dert. Bei Roggen, Dinkel, Ger­ste, Trit­i­cale und Acker­bohnen wurde im guten Ern­te­jahr 2019 beinahe Vol­lver­sorgung erre­icht. Fol­glich erhal­ten die Importe von Ger­ste, Hafer und Trit­i­cale keine Bio-​Knospe mehr, aber die inländis­chen Getrei­de­preise sind eben­falls unter Druck. Erste Preis­ab­schläge fan­den bere­its statt. Eine grobe Über­sicht zur aktuellen Mark­t­si­t­u­a­tion finden Sie auf www​.bioak​tuell​.ch > Markt.

Bei einer Umstel­lung auf Bio braucht es fol­glich eine gute Vor­bere­itung und eine Abklärung mit den Abnehmern. Eine Umstel­lung ab 1.1.2021 wird ide­al­er­weise bere­its diesen Win­ter angegangen.

Gerne begleiten wir Sie bei diesen Über­legun­gen. Eine erste Umstel­lungs­ber­atung auf dem Betrieb wird durch die kan­tonale Strate­gie zur nach­halti­gen Entwick­lung offeriert und kann unverbindlich von inter­essierten Per­so­nen beansprucht werden.

Adrian von Niederhäusern

Tags: Bio

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