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Mit vollen Gül­le­gruben in den Winter

Durch die vie­len Nieder­schläge in diesem Herbst gab es nur wenige opti­male Zeit­punkte für die Aus­bringung von Gülle (Boden­verdich­tungsrisiko und Abschwem­mungsrisiko von Nährstoffen).

In diesem Win­ter sollte jede Gele­gen­heit, die es erlaubt die Gül­le­grube ein wenig zu leeren, genutzt wer­den. Bevor das Gülle­fass ange­hängt wird, sollte man sich in jedem Fall die richti­gen Fra­gen stellen:

  • Gibt es einen Nach­barn, der aus­re­ichend Lager­vol­u­men besitzt, um Gülle zwis­chen­zu­lagern? Die Möglichkeit einer Zwis­chen­lagerung soll­ten vor der Auss­chöp­fung der eige­nen Lagerka­paz­itäten abgek­lärt werden.
  • Ist der Boden wassergesät­tigt, gefroren oder mit Schnee bedeckt? Falls ja, ist die Aus­bringung von Gülle ver­boten! Ein leichter Frost erhöht die Tragfähigkeit des Bodens, jedoch sollte dieser die Gülle direkt aufnehmen kön­nen. Der Boden gilt als gefroren, wenn ein Schrauben­zieher n°5 nicht bis zum Griff in den Boden gestossen wer­den kann.
  • Welches Wet­ter ist für die Tage nach der Aus­bringung vorherge­sagt? Starke Nieder­schläge erhöhen das Risiko der ober­fläch­lichen Abschwem­mung und der Auswaschung.
  • Falls sich die Möglichkeit einer Aus­bringung bietet, soll­ten Natur­wiesen bevorzugt wer­den, welche keine zu starke Nei­gung aufweisen und sich nicht im Zus­trombere­ich von Quellen und Ober­flächengewässern befinden. Wenn möglich ist die Aus­bringung mit Ver­schlauchung zu bevorzugen.
  • Welche Menge sollte aus­ge­bracht wer­den? Abhängig von der Verdün­nung und der Gül­leart wer­den 15-​30m3/​ha aus­ge­bracht, was max­i­mal 30kg N/​ha entspricht.

Es gibt keine rechtliche Grund­lage, welche es dem Kan­ton oder den Gemein­den erlaubt, eine Aus­bringung zu ges­tat­ten, wenn die oben genan­nten Bedin­gun­gen nicht erfüllt sind. Die Land­wirte tra­gen die Kon­se­quen­zen im Fall einer unsachgemässen Aus­bringung von Gülle sel­ber (Kom­pen­sa­tion­sentschädi­gun­gen beim Ver­schmutzen von Quellen, Recht­sprozesse, Direk­tzahlungskürzun­gen oder –streichungen).

Rox­ane Schöpfer und Joël Grossrieder

Tags: güllen, win­ter

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